So. Heute ist mein Bluetooth-Serial Wandler endlich angekommen. Bestellt habe ich ihn bei Flyduino. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank für die schnelle Lieferung. Man bekommt dort (einfach im Shop nach Bluetooth suchen) einen bereits auf 115.200 Baud eingestellten Bluetooth Adapter.
Der Anschluss an z.B. die Royal Pro (ans HFM4) ist einfach. Man muss nur Masse, und Vcc (Plus-Symbol am HFM4) verbinden. Außerdem den Anschluss RxD vom Bluetooth-Adapter mit dem Signalanschluss des HFM4 verbinden. Passende Kabel werden praktischerweise mitgeliefert.
Jetzt noch nach eigenem Ermessen ein hübsches Plätzchen im Sender für die winzige Platine finden und das war es an Installationsarbeiten auch schon. Wenn man nun den Sender einschaltet geht der Adapter offenbar sofort in den Bindemodus. Ich konnte jedenfalls mit der App Bluetooth SPP sofort eine Verbindung aufbauen. Mit dieser App lässt sich dann der empfangene Datenstrom hexadezimal anzeigen. Bereits auf den ersten Blick erkennt man, wenn man sich mit dem Protokoll etwas auskennt, dass die Daten passen. Toll! Ich bin begeistert!
Der nächste Schritt wird nun sein eine erste kleine Android App zu programmieren mit der sich diese Daten auslesen und anzeigen lassen. Darauf aufbauend kann ich dann hoffentlich eine leistungsfähige und benutzerfreundliche App programmieren.
Mehr dazu - wie immer - später an dieser Stelle.
P.S.: An meiner Cockpit SX funktioniert der Adapter übrigens nicht. Der Sender ist aber auch noch auf dem alten Hardwarestand und liefert an der COM-Schnittstelle offenbar nicht genug Strom. Das deckt sich mit den im Netz zu findenden Angaben über einen Widerstand der dort in Reihe mit dem +-Pin liegt und der beim Hardware-Upgrade entfernt oder ersetzt wird. Wenn ich das Modul aber z.B. über einen eigenen einzelligen Lipo versorge und die Masseleitung von Cockpit SX COM-Port und Lipo verbinde, klappt es auch dort. Dazu muss man sich halt ein spezielles Kabel löten. Oder man sucht sich in der Cockpit SX eine andere Stelle an der man mindestens 3,3 Volt abgreifen kann. Oder man schickt seinen Sender zu Multiplex und lässt dort für wenig Geld das Upgrade machen.
So. Das war es aber jetzt wirklich - jetzt geht's an Eclipse und das Android SDK um meine erste Live-Datenübertragung von der Royal Pro zu meinem Smartphone zu ermöglichen.
Mittwoch, 13. März 2013
Montag, 11. März 2013
Multiplex M-Link Display, Teil 2
Lange habe ich mich nicht mehr mit der Telemetrie beschäftigt. Ich nutze sie zwar ständig - insbesondere zur Rückmeldung der Akkuspannungen und für die Kapazitätsüberwachung - aber sie funktioniert halt problemlos und unauffällig.
Dennoch gibt es natürlich Verbesserungspotential. So ist zum Beispiel der Piepser in meiner Cockpit SX sehr leise, wenn er Telemetriealarme ausgibt. Die Darstellung der Werte auf dem Display ist auch nur wenig hilfreich, weil man beim Fliegen schlicht nicht auf's Display schauen kann. Man braucht also eigentlich eine bessere akustische Rückmeldung. Nach Möglichkeit mit Sprachausgabe. Nachdem ich mir nun noch eine Royal Pro 16 angeschafft habe, habe ich wieder angefangen mich damit zu beschäftigen.
Die HF Module in Cockpit SX und Royal Pro haben in der aktuellen Version eine serielle Schnittstelle. An dieser werden unter Anderem die Telemetriedaten die vom Empfänger im Modell an den Sender geschickt werden ausgegeben. Das Protokoll an dieser Stelle legt Multiplex allerdings - im Gegensatz zum Protokoll am Empfänger - leider nicht offen. Man kann aber mit dem Multiplex USB-Interface für Empfänger an dieser Schnittstelle mithören. Dabei habe ich zunächst festgestellt, dass sich die gesendeten Daten im Laufe der Zeit offenbar deutlich entwickelt haben. Ab Firmwareversion 0.44 der HF-Module sind die Daten deutlich umfangreicher als vorher. Im Netz findet man einige Beschreibungen dieser Daten, die sich aber alle auf ältere Versionen der HF-Module beziehen. Also war etwas eigene Fleißarbeit angesagt.
Das genaue Protokoll werde ich hier mit Rücksicht auf Multiplex nicht offenlegen. Nur einige kurze Infos:
Es werden einzelne Pakete übertragen die jeweils zwei Sensordaten enthalten. Hat man eine Sensoradresse im Empfänger priorisiert, so sind die Daten für diesen Sensor in jedem Paket enthalten. Zusätzlich findet sich im Datenstrom die Versionsnummer des HF-Moduls und der Status des Senders (Binding, Reichweite, Normal) sowie die Info ob ein Downlink vom Empfänger empfangen wird.
Weiterhin sind alle (maximal 16) Servokanäle des Senders im Datenstrom jeweils mit einem Bit abgebildet. Mit Vollausschlägen/Minimalausschlägen lässt sich dieses Bit umschalten. Damit werden z.B. Schalterstellungen des Senders an ein angeschlossenes Telemetriedisplay übertragen. Das von Multiplex mittlerweile erhältliche Telemetrie-Display nutzt diese Information beispielsweise zum Ein- und Ausschalten des Variotons.
Ursprünglich war alles anders...
Eigentlich wollte ich mir ja ein eigenes Display mit einem Arduino bauen. Meine alte Cockpit SX hätte aber laut Multiplex ein Hardware-Upgrade benötigt um kompatibel zum Telemetrie-Display zu sein. Insofern habe ich es erstmal gelassen, da ich nicht genau wusste was bei diesem Upgrade passiert und wie lange der Sender dann weg gewesen wäre.
Mittlerweile zeigt sich aber eine neue Möglichkeit:
Einige Telemetrie-Systeme bieten seit einiger Zeit die Möglichkeit Telemetriedaten drahtlos per Bluetooth an ein Smartphone zu übertragen und die Daten dann dort anzuzeigen bzw. auszuwerten. Im rc-network Forum gab es einen kurzen Beitrag, dass sowas auch mit M-Link möglich ist. Man braucht einfach nur einen Serial2Bluetooth-Konverter und ein passendes Smartphone. Außerdem natürlich die passende Software.
Mittlerweile habe ich auch erste Erfolge erzielt. Das Protokoll welches das HF-Modul an der seriellen Schnittstelle bereitstellt konnte ich zumindest soweit entschlüsseln das ich die für mich interessanten Daten herausfinden kann.
Leider habe ich aktuell noch kein Serial2BT-Modul. Ist aber bestellt. In der Zwischenzeit musste mein PC als "Schnittstelle" herhalten und die Daten halt via WLAN an mein Handy setzen. So konnte ich eine erste, einfach App schreiben mit der ich schon die Telemetriedaten anzeigen kann. Die Umstellung dieser App vom WLAN auf Bluetooth sollte kein wirkliches Problem sein. Eher schon eine sinnvolle Fehlerbehandlung z.B. im Falle von Verbindungsabbrüchen. Da lauert viel Arbeit. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.
Dennoch gibt es natürlich Verbesserungspotential. So ist zum Beispiel der Piepser in meiner Cockpit SX sehr leise, wenn er Telemetriealarme ausgibt. Die Darstellung der Werte auf dem Display ist auch nur wenig hilfreich, weil man beim Fliegen schlicht nicht auf's Display schauen kann. Man braucht also eigentlich eine bessere akustische Rückmeldung. Nach Möglichkeit mit Sprachausgabe. Nachdem ich mir nun noch eine Royal Pro 16 angeschafft habe, habe ich wieder angefangen mich damit zu beschäftigen.
Die HF Module in Cockpit SX und Royal Pro haben in der aktuellen Version eine serielle Schnittstelle. An dieser werden unter Anderem die Telemetriedaten die vom Empfänger im Modell an den Sender geschickt werden ausgegeben. Das Protokoll an dieser Stelle legt Multiplex allerdings - im Gegensatz zum Protokoll am Empfänger - leider nicht offen. Man kann aber mit dem Multiplex USB-Interface für Empfänger an dieser Schnittstelle mithören. Dabei habe ich zunächst festgestellt, dass sich die gesendeten Daten im Laufe der Zeit offenbar deutlich entwickelt haben. Ab Firmwareversion 0.44 der HF-Module sind die Daten deutlich umfangreicher als vorher. Im Netz findet man einige Beschreibungen dieser Daten, die sich aber alle auf ältere Versionen der HF-Module beziehen. Also war etwas eigene Fleißarbeit angesagt.
Das genaue Protokoll werde ich hier mit Rücksicht auf Multiplex nicht offenlegen. Nur einige kurze Infos:
Es werden einzelne Pakete übertragen die jeweils zwei Sensordaten enthalten. Hat man eine Sensoradresse im Empfänger priorisiert, so sind die Daten für diesen Sensor in jedem Paket enthalten. Zusätzlich findet sich im Datenstrom die Versionsnummer des HF-Moduls und der Status des Senders (Binding, Reichweite, Normal) sowie die Info ob ein Downlink vom Empfänger empfangen wird.
Weiterhin sind alle (maximal 16) Servokanäle des Senders im Datenstrom jeweils mit einem Bit abgebildet. Mit Vollausschlägen/Minimalausschlägen lässt sich dieses Bit umschalten. Damit werden z.B. Schalterstellungen des Senders an ein angeschlossenes Telemetriedisplay übertragen. Das von Multiplex mittlerweile erhältliche Telemetrie-Display nutzt diese Information beispielsweise zum Ein- und Ausschalten des Variotons.
Ursprünglich war alles anders...
Eigentlich wollte ich mir ja ein eigenes Display mit einem Arduino bauen. Meine alte Cockpit SX hätte aber laut Multiplex ein Hardware-Upgrade benötigt um kompatibel zum Telemetrie-Display zu sein. Insofern habe ich es erstmal gelassen, da ich nicht genau wusste was bei diesem Upgrade passiert und wie lange der Sender dann weg gewesen wäre.
Mittlerweile zeigt sich aber eine neue Möglichkeit:
Einige Telemetrie-Systeme bieten seit einiger Zeit die Möglichkeit Telemetriedaten drahtlos per Bluetooth an ein Smartphone zu übertragen und die Daten dann dort anzuzeigen bzw. auszuwerten. Im rc-network Forum gab es einen kurzen Beitrag, dass sowas auch mit M-Link möglich ist. Man braucht einfach nur einen Serial2Bluetooth-Konverter und ein passendes Smartphone. Außerdem natürlich die passende Software.
Mittlerweile habe ich auch erste Erfolge erzielt. Das Protokoll welches das HF-Modul an der seriellen Schnittstelle bereitstellt konnte ich zumindest soweit entschlüsseln das ich die für mich interessanten Daten herausfinden kann.
Leider habe ich aktuell noch kein Serial2BT-Modul. Ist aber bestellt. In der Zwischenzeit musste mein PC als "Schnittstelle" herhalten und die Daten halt via WLAN an mein Handy setzen. So konnte ich eine erste, einfach App schreiben mit der ich schon die Telemetriedaten anzeigen kann. Die Umstellung dieser App vom WLAN auf Bluetooth sollte kein wirkliches Problem sein. Eher schon eine sinnvolle Fehlerbehandlung z.B. im Falle von Verbindungsabbrüchen. Da lauert viel Arbeit. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.
Samstag, 2. Juni 2012
Größer: Hirobo SDX
Nachdem die Helifliegerei immer besser klappt und nachdem ich gemerkt habe wieviel besser der T-Rex 500E als ein 450er fliegt ergab sich eine zwingende Konsequenz: Ein (noch) größerer Heli soll her! Am Besten so groß wie möglich. Als "Wildflieger" darf so ein Heli ein Abfluggewicht von 5 kg allerdings nicht überschreiten, wenn man den Versicherungsschutz nicht verlieren möchte (was auf Grund des Gefährdungspotentials eines RC-Helis ein wichtiger Punkt ist).
Mein Flugstil geht in Richtung F3C. Das ist eine Wettbewerbsklasse in der eine Kombination aus präzisem Schwebeflug und einigen Kunstflugfiguren die an den klassischen Flugzeug-Kunstflug angelehnt sind geflogen wird (Rolle, Looping, Turn etc.).
In der F3C Wettbewerbsklasse sind aktuell nur Paddelköpfe zugelassen (Flybarless nur "außer Konkurrenz" - in einigen Ländern auch als eigene Wettbewerbsklasse). Im Gegensatz zu den normalen Paddelköpfen sind die Rotorköpfe für F3C Helis im Allgemeinen verstellbar. Man kann die Mischungsverhältnisse zwischen Paddelstange und Rotorblättern nach seinen persönlichen Vorlieben konfigurieren. Das reizte mich und so machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem passenden Heli.
Natürlich sollte das Ganze nicht zu teuer werden. Daher stieß ich zunächst auf den T-Rex 700 in der F3C V2 Version. Mit etwas über 1000 Euro in der Super Combo zwar kein absolutes Schnäppchen - aber für einen F3C-Heli durchaus günstig. Allerdings liegt das vom Hersteller angegebene Startgewicht sehr nah an der Grenze von 5 kg. Im Laufe der weiteren Recherche stieß ich dann auf den Hirobo SDX. Alles dran, was einen F3C Heli ausmacht. Nur etwas kleiner als ein 700er. Der Rotorkreis liegt bei ca. 1,30 m - 700er haben meist etwa 1,5 m Rotordurchmesser.
Dafür hat der SDX einen sehr guten Ruf. Eigentlich handelt es sich um einen Heli der für den Antrieb durch einen Verbrennungsmotor vorgesehen ist. Vom deutschen Importeur gibt es aber Umrüstsätze und Bausätze bei denen alle Umbauteile für den Betrieb mit einem Brushless Elektromotor enthalten sind. Je nach persönlicher Vorliebe kann man den Antrieb für LiPos zwischen 6 und 10 Zellen auslegen (5 oder 12 Zellen gehen notfalls auch).
Außerdem wird ein Umrüstsatz angeboten mit dem sich 700er Rotorblätter nutzen lassen (längeres Heckrohr, Paddelstange, Rotorblatthalter etc.). Damit sollte sich ein "700er" mit deutlich unter 5 kg Abfluggewicht aufbauen lassen.
Hirobo Helis genießen in den Internetforen einen sehr guten Ruf und gelten als extrem zuverlässig mit äußerst geringem Verschleiß der Mechanik.
Eine erste Kalkulation der benötigten Komponenten ergab dann leider ein Sümmchen welches mein aktuelles Budget etwas überschritt. Aber man darf ja mal träumen. Die reine Mechanik ist in der Elektroversion mit ca. 370 Euro gar nicht mal so teuer. Wenn man aber brauchbare Servos einkalkuliert, wird es schnell teurer. Der größte Posten entfällt aber auf Motor und Regler. Ich hatte geplant den Heli mit 8s zu betreiben. Das bedeutet, das man einen Hochvolt-Regler benötigt. Die Motoren die zu diesem Antriebskonzept passen sind auch keine Schnäppchen. So landet man nur für die Antriebskomponenten schnell bei Summen zwischen 400,- und 800,- Euro!
Gebraucht geht auch
Bei eBay stieß ich dann zufällig auf einen gebrauchten SDX. Ausgelegt für einen 6s-Lipo sollte das Modell angeblich nur eine handvoll Flüge gemacht haben. Für ziemlich günstige 320 Euro inkl. Versand konnte ich das Modell ersteigern. Inklusive Kreisel, Regler und Servos. Nachdem der Heli (mäßig gut verpackt) beschädigungsfrei angekommen war habe ich dann festgestellt, dass der Regler nichts taugt, der GY-401 Kreisel ein Piezo-China-Nachbau war und die Rotorblätter ganz übel waren. Auf Grund der geringen Laufspuren am Getriebe ist allerdings davon auszugehen, dass die angegebenen 2 Flüge nicht wesentlich überschritten wurden. Alles in Allem mit Servos und Motor immer noch ein ziemliches Schnäppchen.
Ich habe den Heli dann zunächst mit einem Align GP780 ausgerüstet und den Roxxy vom 500E montiert. Rotorblätter konnte ich leider nur Holzblätter für 20 Euro im Hobbyshop "um die Ecke" besorgen - aber egal: Die Kiste sollte in die Luft!
Der Erstflug verlief völlig unspektakulär. Gegenüber dem 500E ist der Heli nochmal deutlich erwachsener. Das höhere Gewicht macht sich allerdings auch deutlich bemerkbar. Wenn man weich und rund fliegt, dauern Abfangmanöver schon recht lang. Man kann durch heftige Pitchstöße natürlich auch hart "bremsen" - das vermeide ich aber nach Möglichkeit, da es meiner Meinung nach nicht sonderlich schön aussieht und außerdem die Mechanik natürlich stärker belastet.
Die Holzblätter erwiesen sich allerdings als hoffnungslos unbrauchbar. Die Dinger sind einfach zu weich und haben auf Pitch kaum Druck. Nach ein paar Tagen kamen endlich die per Internet bestellten GCT Expert Rotorblätter an. Damit verwandelte sich der Heli völlig.
Was mir am SDX gegenüber dem T-Rex 500E sehr schnell aufgefallen ist: Bei vergleichbarer Einstellung (Sehr ähnlichem Schwebeflugverhalten) ist der SDX zyklisch spürbar agiler als der Rex. Trotz des höheren Gewichts und der damit verbundenen höheren Trägheit. Ansonsten liegt der SDX sehr stabil in der Luft und lässt sich extrem präzise steuern. Da sind die Unterschiede für mich (mit meinen bescheidenen Flugkünsten) aber kaum spürbar.
Zudem haben sowohl 500E als auch SDX eine leichte Tendenz sich im Schwebeflug sanft gegen den Wind zu legen. Mit Paddelgewichten und Experimenten mit unterschiedlicher Drehzahl versuche ich das noch zu verbessern. Für ein F3C-Setup wäre es ideal, wenn der Heli bei Wind einfach versetzt - ohne irgendeine Kipptendenz. Davon bin ich nur einen kleinen Schritt entfernt - aber eben noch nicht ganz am Optimum.
Zwischenzeitlich habe ich den Roxxy auch wieder in den 500E gepackt und für den SDX einen YGE 120 V4 eingebaut. Dieser Regler verfügt über einen sogenannten Governor Store Modus und speichert beim ersten Hochlaufen des Motors die erreichte Drehzahl. In der Folge ist die Drehzahl bei gleicher Vorgabe vom Sender immer reproduzierbar. Der Roxxy ermittelt die erreichte Drehzahl bei jedem Hochlaufen neu. Je nach Pitch am Haupt- und Heckrotor während des Hochlaufens und je nach Ladezustand der Akkus ergibt das bei jedem Flug eine andere Drehzahl - was insbesondere für Low-RPM eher unpraktisch ist. Beim Roxxy kann dabei die Drehzahl zwischen zwei Flügen schon mal um 100 rpm und mehr differieren - das macht schon einen großen Unterschied, wenn man normalerweise mit 1300 rpm fliegt.
Pläne
Ich plane den SDX in Kürze für die Verwendung von 700er Blättern zu stretchen. Dabei werde ich auf das komplette Stretch-Programm von Rüdiger Feil zurückgreifen: Stretch-Kit SDX-700, 4 mm Paddelstange und Blatthalter für 5 mm Schrauben. Das Ganze wird dann mit 711 mm DH Blades in der Flybarless-Version (die ist etwas schwerer als die Paddelversion und verspricht damit eine noch bessere Stabilität im Schwebeflug). Die ursprünglichen Pläne den Heli mit 8s zu betreiben habe ich allerdings aufgegeben. Auch mit 6s sollte mehr als genug Power zur Verfügung stehen um den Anforderungen des F3C-Programms gerecht zu werden. Eventuell möchte ich bei dem Heli dann noch einen anderen Kreisel einsetzen - vielleicht den Align GY 520. Aber erstmal schauen, wie sich die Stretchversion insgesamt so anfühlt.
Mein Flugstil geht in Richtung F3C. Das ist eine Wettbewerbsklasse in der eine Kombination aus präzisem Schwebeflug und einigen Kunstflugfiguren die an den klassischen Flugzeug-Kunstflug angelehnt sind geflogen wird (Rolle, Looping, Turn etc.).
In der F3C Wettbewerbsklasse sind aktuell nur Paddelköpfe zugelassen (Flybarless nur "außer Konkurrenz" - in einigen Ländern auch als eigene Wettbewerbsklasse). Im Gegensatz zu den normalen Paddelköpfen sind die Rotorköpfe für F3C Helis im Allgemeinen verstellbar. Man kann die Mischungsverhältnisse zwischen Paddelstange und Rotorblättern nach seinen persönlichen Vorlieben konfigurieren. Das reizte mich und so machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem passenden Heli.
Natürlich sollte das Ganze nicht zu teuer werden. Daher stieß ich zunächst auf den T-Rex 700 in der F3C V2 Version. Mit etwas über 1000 Euro in der Super Combo zwar kein absolutes Schnäppchen - aber für einen F3C-Heli durchaus günstig. Allerdings liegt das vom Hersteller angegebene Startgewicht sehr nah an der Grenze von 5 kg. Im Laufe der weiteren Recherche stieß ich dann auf den Hirobo SDX. Alles dran, was einen F3C Heli ausmacht. Nur etwas kleiner als ein 700er. Der Rotorkreis liegt bei ca. 1,30 m - 700er haben meist etwa 1,5 m Rotordurchmesser.
Dafür hat der SDX einen sehr guten Ruf. Eigentlich handelt es sich um einen Heli der für den Antrieb durch einen Verbrennungsmotor vorgesehen ist. Vom deutschen Importeur gibt es aber Umrüstsätze und Bausätze bei denen alle Umbauteile für den Betrieb mit einem Brushless Elektromotor enthalten sind. Je nach persönlicher Vorliebe kann man den Antrieb für LiPos zwischen 6 und 10 Zellen auslegen (5 oder 12 Zellen gehen notfalls auch).
Außerdem wird ein Umrüstsatz angeboten mit dem sich 700er Rotorblätter nutzen lassen (längeres Heckrohr, Paddelstange, Rotorblatthalter etc.). Damit sollte sich ein "700er" mit deutlich unter 5 kg Abfluggewicht aufbauen lassen.
Hirobo Helis genießen in den Internetforen einen sehr guten Ruf und gelten als extrem zuverlässig mit äußerst geringem Verschleiß der Mechanik.
Eine erste Kalkulation der benötigten Komponenten ergab dann leider ein Sümmchen welches mein aktuelles Budget etwas überschritt. Aber man darf ja mal träumen. Die reine Mechanik ist in der Elektroversion mit ca. 370 Euro gar nicht mal so teuer. Wenn man aber brauchbare Servos einkalkuliert, wird es schnell teurer. Der größte Posten entfällt aber auf Motor und Regler. Ich hatte geplant den Heli mit 8s zu betreiben. Das bedeutet, das man einen Hochvolt-Regler benötigt. Die Motoren die zu diesem Antriebskonzept passen sind auch keine Schnäppchen. So landet man nur für die Antriebskomponenten schnell bei Summen zwischen 400,- und 800,- Euro!
Gebraucht geht auch
Bei eBay stieß ich dann zufällig auf einen gebrauchten SDX. Ausgelegt für einen 6s-Lipo sollte das Modell angeblich nur eine handvoll Flüge gemacht haben. Für ziemlich günstige 320 Euro inkl. Versand konnte ich das Modell ersteigern. Inklusive Kreisel, Regler und Servos. Nachdem der Heli (mäßig gut verpackt) beschädigungsfrei angekommen war habe ich dann festgestellt, dass der Regler nichts taugt, der GY-401 Kreisel ein Piezo-China-Nachbau war und die Rotorblätter ganz übel waren. Auf Grund der geringen Laufspuren am Getriebe ist allerdings davon auszugehen, dass die angegebenen 2 Flüge nicht wesentlich überschritten wurden. Alles in Allem mit Servos und Motor immer noch ein ziemliches Schnäppchen.
Ich habe den Heli dann zunächst mit einem Align GP780 ausgerüstet und den Roxxy vom 500E montiert. Rotorblätter konnte ich leider nur Holzblätter für 20 Euro im Hobbyshop "um die Ecke" besorgen - aber egal: Die Kiste sollte in die Luft!
Der Erstflug verlief völlig unspektakulär. Gegenüber dem 500E ist der Heli nochmal deutlich erwachsener. Das höhere Gewicht macht sich allerdings auch deutlich bemerkbar. Wenn man weich und rund fliegt, dauern Abfangmanöver schon recht lang. Man kann durch heftige Pitchstöße natürlich auch hart "bremsen" - das vermeide ich aber nach Möglichkeit, da es meiner Meinung nach nicht sonderlich schön aussieht und außerdem die Mechanik natürlich stärker belastet.
Die Holzblätter erwiesen sich allerdings als hoffnungslos unbrauchbar. Die Dinger sind einfach zu weich und haben auf Pitch kaum Druck. Nach ein paar Tagen kamen endlich die per Internet bestellten GCT Expert Rotorblätter an. Damit verwandelte sich der Heli völlig.
Was mir am SDX gegenüber dem T-Rex 500E sehr schnell aufgefallen ist: Bei vergleichbarer Einstellung (Sehr ähnlichem Schwebeflugverhalten) ist der SDX zyklisch spürbar agiler als der Rex. Trotz des höheren Gewichts und der damit verbundenen höheren Trägheit. Ansonsten liegt der SDX sehr stabil in der Luft und lässt sich extrem präzise steuern. Da sind die Unterschiede für mich (mit meinen bescheidenen Flugkünsten) aber kaum spürbar.
Zudem haben sowohl 500E als auch SDX eine leichte Tendenz sich im Schwebeflug sanft gegen den Wind zu legen. Mit Paddelgewichten und Experimenten mit unterschiedlicher Drehzahl versuche ich das noch zu verbessern. Für ein F3C-Setup wäre es ideal, wenn der Heli bei Wind einfach versetzt - ohne irgendeine Kipptendenz. Davon bin ich nur einen kleinen Schritt entfernt - aber eben noch nicht ganz am Optimum.
Zwischenzeitlich habe ich den Roxxy auch wieder in den 500E gepackt und für den SDX einen YGE 120 V4 eingebaut. Dieser Regler verfügt über einen sogenannten Governor Store Modus und speichert beim ersten Hochlaufen des Motors die erreichte Drehzahl. In der Folge ist die Drehzahl bei gleicher Vorgabe vom Sender immer reproduzierbar. Der Roxxy ermittelt die erreichte Drehzahl bei jedem Hochlaufen neu. Je nach Pitch am Haupt- und Heckrotor während des Hochlaufens und je nach Ladezustand der Akkus ergibt das bei jedem Flug eine andere Drehzahl - was insbesondere für Low-RPM eher unpraktisch ist. Beim Roxxy kann dabei die Drehzahl zwischen zwei Flügen schon mal um 100 rpm und mehr differieren - das macht schon einen großen Unterschied, wenn man normalerweise mit 1300 rpm fliegt.
Pläne
Ich plane den SDX in Kürze für die Verwendung von 700er Blättern zu stretchen. Dabei werde ich auf das komplette Stretch-Programm von Rüdiger Feil zurückgreifen: Stretch-Kit SDX-700, 4 mm Paddelstange und Blatthalter für 5 mm Schrauben. Das Ganze wird dann mit 711 mm DH Blades in der Flybarless-Version (die ist etwas schwerer als die Paddelversion und verspricht damit eine noch bessere Stabilität im Schwebeflug). Die ursprünglichen Pläne den Heli mit 8s zu betreiben habe ich allerdings aufgegeben. Auch mit 6s sollte mehr als genug Power zur Verfügung stehen um den Anforderungen des F3C-Programms gerecht zu werden. Eventuell möchte ich bei dem Heli dann noch einen anderen Kreisel einsetzen - vielleicht den Align GY 520. Aber erstmal schauen, wie sich die Stretchversion insgesamt so anfühlt.
Freitag, 1. Juni 2012
Align T-Rex 500E
Nach den Erfahrungen mit dem Blade MCPx und dem zusammengeschusterten HK450 wollte ich unbedingt einen neuen Heli in einer besseren Qualität als sie der HK450 bietet. Bei meiner Suche im Web wurde ich dann auf den Align T-Rex 500E aufmerksam.
Mit diesem Heli hat Align offenbar eine ältere Version des 500ers neu aufgelegt. Der Heli besteht weitgehend aus Kunststoff (inkl. Rotorkopf und Heckrotor) und ist als Super Combo mit allen benötigten Komponenten (außer Akkus und RC-Empfänger) für ca. 400 Euro zu haben. In diesem Set ist allerdings ein Regler enthalten der keinen besonders guten Ruf genießt. Es gibt aber auch eine Robby Roxxy Super Combo für ca. 10-20 Euro (je nach Anbieter) mehr. Darin ist ein Robbe Roxxy 9100-6 Regler enthalten. Dieser Regler ist mit 100 A Dauerlast angegeben und verfügt über einen gut funktionierenden Governor-Modus - also eine echte Drehzahlregelung.
Kurz entschlossen bestellte ich mir eine solche Roxxy Combo. Geliefert wird ein erstaunlich kleines Paket in dem - sauber nach Baugruppen sortiert - alle benötigten Teile enthalten sind. Sogar Fett zur Schmierung des Getriebes und Schrauben-Sicherungslack ist enthalten. Dazu gibt es eine bebilderte englischsprachige Anleitung und eine deutsche Übersetzung (ohne Bilder).
Der Aufbau ging recht zügig voran und nach drei Bastelabenden stand der Heli vor mir. Wow! Ist der groß! Ca. 1 m Rotordurchmesser gegenüber 70 cm beim 450er hören sich nach einem geringen Größenunterschied an. Aber wenn beide Helis nebeneinander stehen, wirkt der 500er sehr viel größer. Voll ausgerüstet wiegt der 500er schließlich auch fast dreimal so viel wie der kleine 450er.
Fliegt er?
Eingestellt nach Anleitung und mit reichlich Expo im Sender ging es dann zum Erstflug. Ich war begeistert. Der 500E lag extrem ruhig in der Luft. Im Gegensatz zu den kleineren Helis hatte ich das Gefühl "ewig" Zeit zu haben um Steuerkorrekturen durchzuführen. Auf Anhieb konnte ich den Heli auf weniger als 1 qm Fläche stabil schweben! Unglaublich wie groß der Unterschied zum 450er ist.
Einzig mit dem Heck hatte ich einige Probleme. Das ließ sich letztlich auf den Umlenkhebel am Heck zurückführen. Die Öffnung in der eine Kugel läuft war einfach zu groß und damit ergab sich relativ viel Spiel in der Heckanlenkung. Ein Alu-Umlenkhebel aus dem Align Ersatzteilprogramm braucht eine deutliche Besserung.
Low-RPM?
In der Folge habe ich dann etliches mit dem Heli experimentiert. Der erste Schritt war die Drehzahl so weit wie möglich zu reduzieren. In den Foren wird immer wieder behauptet, dass der T-Rex 500E deutlich über 2000 rpm braucht um sauber zu fliegen. Bei einer zu geringen Drehzahl soll das Modell wobbeln - also um die Quer- und/oder Längsachse wackeln - und nicht stabil in der Luft liegen. Stimmt! Aber: Das trifft nur zu, wenn man die Drehzahl im Bereich um 2000 rpm hält. Geht man weiter nach unten, stabilisiert sich das Flugverhalten wieder. Nach einigen Versuchen bin ich bei ca. 1450 rpm gelandet. Bei dieser Drehzahl lässt sich der Heli absolut stabil schweben und hat auch noch genug Kraft für einen eher weichen Flugstil. Die geringe Drehzahl wirkt sich dabei sehr positiv auf die Flugzeiten aus. Ich verwende mittlerweile 5-zellige Lipos 5s5000mAh und komme damit auf Flugzeiten von gut 15 Minuten.
Im Gegensatz zu den "moderneren" 500ern von Align ist der Heckrotor beim 500E übrigens kein Problem. Die Heckübersetzung sorgt auch bei geringer Rotordrehzahl noch für genug Druck. Bei den neueren Modellen hat Align leider die Heckübersetzung geändert so dass der Heckrotor bei niedrigen Drehzahlen einfach zu langsam dreht und das Heck damit nicht immer halten kann. In dieser Hinsicht ist der "Plastikheli" den anderen Modellen sogar überlegen.
Stretching
Um die Flugzeit noch weiter zu verlängern habe ich den 500E dann gestreckt. Leider verwendet Align ein Heckrohr mit einem Durchmesser von ca. 16,5 mm. Sowas bekommt man natürlich nirgendwo. Also musste ein 16 mm Alurohr aus dem Baumarkt herhalten das ich mit Kreppband an den entsprechenden Stellen aufgedickt habe. Dazu braucht man einen MXL 612 Zahnriemen der sich in diversen Onlineshops findet. Und natürlich längere Rotorblätter (sonst macht das Ganze ja keinen Sinn). Ich habe mich für 465 mm Spinblades halbsymmetrisch entschieden.
Mit dieser Modifikation fliegt der T-Rex 500E noch stabiler. Man kann nun mit der Drehzahl auch noch etwas herunter gehen. Selbst mit ca. 1200 rpm kann man noch flotten Rundflug betreiben - und für Turns, Rollen und Loopings ist auch noch genug Power vorhanden. Alles natürlich nur, wenn man rund und weich fliegt. Insbesondere mit dem Pitchknüppel muss man gefühlvoll umgehen.
Mit dieser Konfiguration erreiche ich mittlerweile Flugzeiten zwischen 18 und 22 Minuten (je nach Flugstil). Das ist schon sehr, sehr lang und man kämpft gegen Ende des Fluges schon manchmal mit der Konzentration. So lange Flugzeiten kommen aber gerade dem Fluganfänger entgegen (man kann ja zwischendurch kurz landen um durchzuschnaufen) da man mit wenig Akkus viel Trainingszeit erreicht.
Fazit
Der Kauf des T-Rex 500E war für mich eine sehr gute Entscheidung. Er hat meine fliegerischen Fähigkeiten in kurzer Zeit wesentlich verbessert. Mit dem 500E habe ich die ersten sehr weiträumigen Rundflüge gemacht und auch die ersten Loopings und Rollen habe ich mich mit diesem Heli erfolgreich getraut. Das Flugverhalten ist unglaublich stabil und auch von Verschleiß kann ich nach ca. 20 Stunden Motorlaufzeit bisher nichts feststellen. Wenn ich heute nochmal ganz von vorne anfangen würde, würde ich gleich mit einem 500er Heli einsteigen. Diese Heli-Größe ist noch gut bezahlbar. Der Aufpreis gegenüber einer 450er Super Combo liegt nur bei ca. 33% (verglichen mit der T-Rex 450 Sport V2 Super Combo) - wenn man den guten Roxxy Regler berücksichtigt sogar noch weniger. Auch die Ersatzteilpreise sind noch moderat. Und das Flugverhalten ist mit einem kleinen 450er nicht zu vergleichen. Der 500er verkraftet auch mal etwas mehr Wind und liegt insgesamt einfach sehr viel stabiler in der Luft. Außerdem ist die Sichtbarkeit (Lagebeurteilung) auch auf größere Distanzen natürlich sehr viel besser.
Etwas höher sind natürlich die Kosten für die Akkus. Ich fliege mit billigen China-Lipos für ca. 30-35 Euro pro Stück. Beim 450er kostet ein vergleichbarer Akku nur 10 Euro. Dafür sind die Flugzeiten mit dem 500er pro Akku aber auch etwas länger.
Mit diesem Heli hat Align offenbar eine ältere Version des 500ers neu aufgelegt. Der Heli besteht weitgehend aus Kunststoff (inkl. Rotorkopf und Heckrotor) und ist als Super Combo mit allen benötigten Komponenten (außer Akkus und RC-Empfänger) für ca. 400 Euro zu haben. In diesem Set ist allerdings ein Regler enthalten der keinen besonders guten Ruf genießt. Es gibt aber auch eine Robby Roxxy Super Combo für ca. 10-20 Euro (je nach Anbieter) mehr. Darin ist ein Robbe Roxxy 9100-6 Regler enthalten. Dieser Regler ist mit 100 A Dauerlast angegeben und verfügt über einen gut funktionierenden Governor-Modus - also eine echte Drehzahlregelung.
Kurz entschlossen bestellte ich mir eine solche Roxxy Combo. Geliefert wird ein erstaunlich kleines Paket in dem - sauber nach Baugruppen sortiert - alle benötigten Teile enthalten sind. Sogar Fett zur Schmierung des Getriebes und Schrauben-Sicherungslack ist enthalten. Dazu gibt es eine bebilderte englischsprachige Anleitung und eine deutsche Übersetzung (ohne Bilder).
Der Aufbau ging recht zügig voran und nach drei Bastelabenden stand der Heli vor mir. Wow! Ist der groß! Ca. 1 m Rotordurchmesser gegenüber 70 cm beim 450er hören sich nach einem geringen Größenunterschied an. Aber wenn beide Helis nebeneinander stehen, wirkt der 500er sehr viel größer. Voll ausgerüstet wiegt der 500er schließlich auch fast dreimal so viel wie der kleine 450er.
Fliegt er?
Eingestellt nach Anleitung und mit reichlich Expo im Sender ging es dann zum Erstflug. Ich war begeistert. Der 500E lag extrem ruhig in der Luft. Im Gegensatz zu den kleineren Helis hatte ich das Gefühl "ewig" Zeit zu haben um Steuerkorrekturen durchzuführen. Auf Anhieb konnte ich den Heli auf weniger als 1 qm Fläche stabil schweben! Unglaublich wie groß der Unterschied zum 450er ist.
Einzig mit dem Heck hatte ich einige Probleme. Das ließ sich letztlich auf den Umlenkhebel am Heck zurückführen. Die Öffnung in der eine Kugel läuft war einfach zu groß und damit ergab sich relativ viel Spiel in der Heckanlenkung. Ein Alu-Umlenkhebel aus dem Align Ersatzteilprogramm braucht eine deutliche Besserung.
Low-RPM?
In der Folge habe ich dann etliches mit dem Heli experimentiert. Der erste Schritt war die Drehzahl so weit wie möglich zu reduzieren. In den Foren wird immer wieder behauptet, dass der T-Rex 500E deutlich über 2000 rpm braucht um sauber zu fliegen. Bei einer zu geringen Drehzahl soll das Modell wobbeln - also um die Quer- und/oder Längsachse wackeln - und nicht stabil in der Luft liegen. Stimmt! Aber: Das trifft nur zu, wenn man die Drehzahl im Bereich um 2000 rpm hält. Geht man weiter nach unten, stabilisiert sich das Flugverhalten wieder. Nach einigen Versuchen bin ich bei ca. 1450 rpm gelandet. Bei dieser Drehzahl lässt sich der Heli absolut stabil schweben und hat auch noch genug Kraft für einen eher weichen Flugstil. Die geringe Drehzahl wirkt sich dabei sehr positiv auf die Flugzeiten aus. Ich verwende mittlerweile 5-zellige Lipos 5s5000mAh und komme damit auf Flugzeiten von gut 15 Minuten.
Im Gegensatz zu den "moderneren" 500ern von Align ist der Heckrotor beim 500E übrigens kein Problem. Die Heckübersetzung sorgt auch bei geringer Rotordrehzahl noch für genug Druck. Bei den neueren Modellen hat Align leider die Heckübersetzung geändert so dass der Heckrotor bei niedrigen Drehzahlen einfach zu langsam dreht und das Heck damit nicht immer halten kann. In dieser Hinsicht ist der "Plastikheli" den anderen Modellen sogar überlegen.
Stretching
Um die Flugzeit noch weiter zu verlängern habe ich den 500E dann gestreckt. Leider verwendet Align ein Heckrohr mit einem Durchmesser von ca. 16,5 mm. Sowas bekommt man natürlich nirgendwo. Also musste ein 16 mm Alurohr aus dem Baumarkt herhalten das ich mit Kreppband an den entsprechenden Stellen aufgedickt habe. Dazu braucht man einen MXL 612 Zahnriemen der sich in diversen Onlineshops findet. Und natürlich längere Rotorblätter (sonst macht das Ganze ja keinen Sinn). Ich habe mich für 465 mm Spinblades halbsymmetrisch entschieden.
Mit dieser Modifikation fliegt der T-Rex 500E noch stabiler. Man kann nun mit der Drehzahl auch noch etwas herunter gehen. Selbst mit ca. 1200 rpm kann man noch flotten Rundflug betreiben - und für Turns, Rollen und Loopings ist auch noch genug Power vorhanden. Alles natürlich nur, wenn man rund und weich fliegt. Insbesondere mit dem Pitchknüppel muss man gefühlvoll umgehen.
Mit dieser Konfiguration erreiche ich mittlerweile Flugzeiten zwischen 18 und 22 Minuten (je nach Flugstil). Das ist schon sehr, sehr lang und man kämpft gegen Ende des Fluges schon manchmal mit der Konzentration. So lange Flugzeiten kommen aber gerade dem Fluganfänger entgegen (man kann ja zwischendurch kurz landen um durchzuschnaufen) da man mit wenig Akkus viel Trainingszeit erreicht.
Fazit
Der Kauf des T-Rex 500E war für mich eine sehr gute Entscheidung. Er hat meine fliegerischen Fähigkeiten in kurzer Zeit wesentlich verbessert. Mit dem 500E habe ich die ersten sehr weiträumigen Rundflüge gemacht und auch die ersten Loopings und Rollen habe ich mich mit diesem Heli erfolgreich getraut. Das Flugverhalten ist unglaublich stabil und auch von Verschleiß kann ich nach ca. 20 Stunden Motorlaufzeit bisher nichts feststellen. Wenn ich heute nochmal ganz von vorne anfangen würde, würde ich gleich mit einem 500er Heli einsteigen. Diese Heli-Größe ist noch gut bezahlbar. Der Aufpreis gegenüber einer 450er Super Combo liegt nur bei ca. 33% (verglichen mit der T-Rex 450 Sport V2 Super Combo) - wenn man den guten Roxxy Regler berücksichtigt sogar noch weniger. Auch die Ersatzteilpreise sind noch moderat. Und das Flugverhalten ist mit einem kleinen 450er nicht zu vergleichen. Der 500er verkraftet auch mal etwas mehr Wind und liegt insgesamt einfach sehr viel stabiler in der Luft. Außerdem ist die Sichtbarkeit (Lagebeurteilung) auch auf größere Distanzen natürlich sehr viel besser.
Etwas höher sind natürlich die Kosten für die Akkus. Ich fliege mit billigen China-Lipos für ca. 30-35 Euro pro Stück. Beim 450er kostet ein vergleichbarer Akku nur 10 Euro. Dafür sind die Flugzeiten mit dem 500er pro Akku aber auch etwas länger.
Modellflug und ich 3
Nachdem der Blade MCPx ein voller Erfolg war wollte ich natürlich auch größere Helis fliegen. Mittlerweile hatten sich etliche Teile für Helis der 450er Klasse angesammelt. Ein gebrauchter (und ziemlich verschlissener Belt CP), diverse 450er Bausätze aus Hong Kong, Regler, Motoren, Servos - so ziemlich alles halt was man braucht.
Nach den positiven Erfahrungen mit dem MCPx war klar: Der 450er soll Flybarless werden. Also habe ich mir ein BeastX gekauft. Darüber liest man viel Gutes in den einschlägigen Foren. Dazu kam ein RJX Flybarless Rotorkopf und nach einigen Stunden stand der 450er flybarless vor mir. Sieht schon toll aus so ganz ohne Paddelstange...
Nach einem längeren Studium der Anleitung zum BeastX habe ich das System dann auch nach bestem Wissen und Gewissen einstellen können. Mit hohen Erwartungen ging es zum Erstflug nach draußen. Ich habe dann den Motor hochlaufen lassen, doch bevor ich abheben konnte kippte der Heli zur Seite. Ich hatte keine Chance gegenzusteuern.
Ziemlich frustriert ging es wieder in den Bastelkeller. Nochmal alles gecheckt. Alle verbogenen Wellen ausgetauscht. Neue Rotorblätter montiert. Nächster Versuch: Wieder kippt der Heli. Wieder sind die Rotorblätter kaputt. Wieder die Hauptrotorwelle krumm. Blattlagerwelle auch. Zwei Servogetriebe haben es auch nicht überlebt. Mist!
Wieder im Keller (nachdem ich die nötigen Ersatzteile bestellt und eingebaut hatte) habe ich den Heli dann mal ohne Rotorblätter getestet. Bei einer bestimmten Drehzahl kippt das BeastX die Taumelscheibe einfach nach rechts. Fast immer.
Viel Forenstudium hat mir dann gezeigt, dass ich nicht der einzige mit diesem Problem bin. Ursache: Vibrationen.
Also habe ich mich auf die Suche nach Vibrationen gemacht und recht schnell das Heck als Ursache identifiziert. Genauer: Die Heckabtriebswelle hinter dem Hauptzahnrad. Also flugs eine neue Welle bestellt und eingebaut. Super! Die Vibrationen sind viel geringer. Mechanik ohne Blätter hochlaufen lassen. Frust: Die Taumelscheibe kippt immer noch.
OK. Ein klein wenig Vibrationen gibt es immer noch. Also ein komplett neues Heck bestellt und eingebaut. Voll Alu. Das Ergebnis: Keinerlei sichtbare Vibrationen mehr. Auch mit montierten Heckrotorblättern. Wenn man das Heckrohr festhält spürt man ganz leichte Vibrationen - aber völlig vibrationsfrei geht halt nicht. Meiner Meinung nach lief die Mechanik aber extrem rund. Trotzdem kippte die Taumelscheibe wieder nach rechts.
Offenbar liegen die leichten Vibrationen genau in einem Frequenzbereich der das BeastX aus dem Tritt bringt (Softwareversion 3.08). So ein Mist. Nach wochenlangen Experimenten habe ich das BeastX dann wieder verkauft. Und ich beabsichtige auch nicht in naher Zukunft wieder einen Flybarless-Heli zu bauen.
Das Problem dabei: Vibrationen können immer auftreten. Auch unerwartet, wenn sich z.B. ein Lagerschaden andeutet. Auch mitten im Flug kann sowas leicht passieren. Unterschiedliche Umgebungsbedingungen, Zahnriemenspannungen, Drehzahlen - all das kann dazu führen, dass sich die Frequenzbereiche der Vibrationen verändern. Mit einem Flybarless-System (zumindest mit dem BeastX) besteht immer das Risiko dass sich die Vibrationen in eine Bereich verschieben der die Elektronik zum spinnen bringt. Es finden sich im Netz etliche Berichte, dass sowas auch mitten im Flug nach dutzenden oder sogar hunderten erfolgreichen Flügen plötzlich passieren kann. Vermutlich passiert das sogar noch häufiger, da man vom Boden aus nicht ohne Weiteres entscheiden kann ob ein elektronischer oder mechanischer Defekt ein Servo auf Endausschlag laufen lässt oder ob die Flybarless-Elektronik falsche Befehle gibt. Dieses Risiko ist mir einfach zu hoch. Insbesondere bei größeren Helis möchte ich nicht auf eine solche mögliche "Zeitbombe" setzen. Es gibt genug Fehlerquellen die einen Heli zum Absturz bringen können. Auf eine weitere in Form empfindlicher Elektronik kann ich gut verzichten.
Und der 450er?
Der flog zwischenzeitlich wieder. Ich habe den Heli zurückgebaut auf einen normalen Paddelkopf. Sorgfältig eingestellt fliegt der kleine Heli wunderbar. Natürlich ist das Flugverhalten bei Wind nicht so stabil wie mit einem Flybarless Heli. Und ich habe aktuell auch einige Vibrationen im System. Und - weil ich einen Billig-China-Rotorkopf verwende - ein wenig Spiel im Rotorkopf. Trotzdem ist der Heli gut beherrschbar. So gut, dass ich mich nach 3 Flügen an weiträumigen und schnellen Rundflug gewagt habe. Mit dem Ergebnis das ich in ca. 150 m Entfernung die Fluglage falsch eingeschätzt habe und der Heli im 45°-Winkel aus ca. 20 m Höhe ungebremst in den Acker eingeschlagen ist. OK. Das gehört beim Helifliegen dazu und mittlerweile ist der 450er auch wieder repariert.
Nach den positiven Erfahrungen mit dem MCPx war klar: Der 450er soll Flybarless werden. Also habe ich mir ein BeastX gekauft. Darüber liest man viel Gutes in den einschlägigen Foren. Dazu kam ein RJX Flybarless Rotorkopf und nach einigen Stunden stand der 450er flybarless vor mir. Sieht schon toll aus so ganz ohne Paddelstange...
Nach einem längeren Studium der Anleitung zum BeastX habe ich das System dann auch nach bestem Wissen und Gewissen einstellen können. Mit hohen Erwartungen ging es zum Erstflug nach draußen. Ich habe dann den Motor hochlaufen lassen, doch bevor ich abheben konnte kippte der Heli zur Seite. Ich hatte keine Chance gegenzusteuern.
Ziemlich frustriert ging es wieder in den Bastelkeller. Nochmal alles gecheckt. Alle verbogenen Wellen ausgetauscht. Neue Rotorblätter montiert. Nächster Versuch: Wieder kippt der Heli. Wieder sind die Rotorblätter kaputt. Wieder die Hauptrotorwelle krumm. Blattlagerwelle auch. Zwei Servogetriebe haben es auch nicht überlebt. Mist!
Wieder im Keller (nachdem ich die nötigen Ersatzteile bestellt und eingebaut hatte) habe ich den Heli dann mal ohne Rotorblätter getestet. Bei einer bestimmten Drehzahl kippt das BeastX die Taumelscheibe einfach nach rechts. Fast immer.
Viel Forenstudium hat mir dann gezeigt, dass ich nicht der einzige mit diesem Problem bin. Ursache: Vibrationen.
Also habe ich mich auf die Suche nach Vibrationen gemacht und recht schnell das Heck als Ursache identifiziert. Genauer: Die Heckabtriebswelle hinter dem Hauptzahnrad. Also flugs eine neue Welle bestellt und eingebaut. Super! Die Vibrationen sind viel geringer. Mechanik ohne Blätter hochlaufen lassen. Frust: Die Taumelscheibe kippt immer noch.
OK. Ein klein wenig Vibrationen gibt es immer noch. Also ein komplett neues Heck bestellt und eingebaut. Voll Alu. Das Ergebnis: Keinerlei sichtbare Vibrationen mehr. Auch mit montierten Heckrotorblättern. Wenn man das Heckrohr festhält spürt man ganz leichte Vibrationen - aber völlig vibrationsfrei geht halt nicht. Meiner Meinung nach lief die Mechanik aber extrem rund. Trotzdem kippte die Taumelscheibe wieder nach rechts.
Offenbar liegen die leichten Vibrationen genau in einem Frequenzbereich der das BeastX aus dem Tritt bringt (Softwareversion 3.08). So ein Mist. Nach wochenlangen Experimenten habe ich das BeastX dann wieder verkauft. Und ich beabsichtige auch nicht in naher Zukunft wieder einen Flybarless-Heli zu bauen.
Das Problem dabei: Vibrationen können immer auftreten. Auch unerwartet, wenn sich z.B. ein Lagerschaden andeutet. Auch mitten im Flug kann sowas leicht passieren. Unterschiedliche Umgebungsbedingungen, Zahnriemenspannungen, Drehzahlen - all das kann dazu führen, dass sich die Frequenzbereiche der Vibrationen verändern. Mit einem Flybarless-System (zumindest mit dem BeastX) besteht immer das Risiko dass sich die Vibrationen in eine Bereich verschieben der die Elektronik zum spinnen bringt. Es finden sich im Netz etliche Berichte, dass sowas auch mitten im Flug nach dutzenden oder sogar hunderten erfolgreichen Flügen plötzlich passieren kann. Vermutlich passiert das sogar noch häufiger, da man vom Boden aus nicht ohne Weiteres entscheiden kann ob ein elektronischer oder mechanischer Defekt ein Servo auf Endausschlag laufen lässt oder ob die Flybarless-Elektronik falsche Befehle gibt. Dieses Risiko ist mir einfach zu hoch. Insbesondere bei größeren Helis möchte ich nicht auf eine solche mögliche "Zeitbombe" setzen. Es gibt genug Fehlerquellen die einen Heli zum Absturz bringen können. Auf eine weitere in Form empfindlicher Elektronik kann ich gut verzichten.
Und der 450er?
Der flog zwischenzeitlich wieder. Ich habe den Heli zurückgebaut auf einen normalen Paddelkopf. Sorgfältig eingestellt fliegt der kleine Heli wunderbar. Natürlich ist das Flugverhalten bei Wind nicht so stabil wie mit einem Flybarless Heli. Und ich habe aktuell auch einige Vibrationen im System. Und - weil ich einen Billig-China-Rotorkopf verwende - ein wenig Spiel im Rotorkopf. Trotzdem ist der Heli gut beherrschbar. So gut, dass ich mich nach 3 Flügen an weiträumigen und schnellen Rundflug gewagt habe. Mit dem Ergebnis das ich in ca. 150 m Entfernung die Fluglage falsch eingeschätzt habe und der Heli im 45°-Winkel aus ca. 20 m Höhe ungebremst in den Acker eingeschlagen ist. OK. Das gehört beim Helifliegen dazu und mittlerweile ist der 450er auch wieder repariert.
Dienstag, 13. März 2012
Die Königsklasse Heli?
Seit Dieter Schlüter 1969 den ersten voll steuerbaren Modellhelikopter gebaut und geflogen hat hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ein ferngesteuerter Hubschrauber extrem schwierig zu steuern sei. Deshalb gilt der Modellhubschrauber immer noch als Königsklasse des Modellflugs.
Aber ist das heute wirklich noch so? Teilweise. Die technische Entwicklung hat auch vor dem Modellheli nicht Halt gemacht. Im Gegenteil. Mittlerweile haben wir eine ganze Menge an Möglichkeiten mit denen der Einstieg in den Heliflug einfacher geworden ist.
Es gibt zum Beispiel etliche Modellflug-Simulatoren mit denen man auf einem einigermaßen aktuellen PC die grundlegende Steuerung erlernen kann ohne dabei echtes Material zu zerstören. Auch die mittlerweile an jeder Ecke erhältlichen Koax-Helicopter sind sehr einfach zu fliegen, weil sie - im Gegensatz zu "richtigen" Modellhelikoptern - völlig eigenstabil in der Luft liegen. Sie richten sich selbstständig gerade aus sobald der Pilot die Steuerknüppel los lässt. Etwas anspruchsvoller geht es dann mit den einfachen Single-Rotor-Modellen zur Sache. Hier wird seit einiger Zeit auf eine diagonal angebrachte Paddelstange gebaut. Auch solche Helis sind relativ eigenstabil - können aber schon deutlich flotter bewegt werden als die Koaxe.
Wenn man dann den Schritt zum "richtigen" Modellheli macht, gibt es auch hier einige Hilfen. So sind mittlerweile elektronische Systeme verfügbar die das Modell aus jeder Lage selbstständig wieder horizontal drehen und stabilisieren. Man muss nur rechtzeitig den richtigen Schalter an der Fernsteuerung finden.
Aber auch ohne solche Systeme ist keineswegs alles was mit der Steuerung von Modellhelikoptern zu tun hat schwieriger als der Umgang mit Flächenmodellen. Besonders Start und Landung empfinde ich als sehr einfach, weil das Modell dabei fast bewegungslos in der Luft steht und man sich nicht um einen passenden Anflugwinkel oder ein sinnvolles Timing kümmern muss. Einfach kurz schweben, sanft absetzen und der Heli steht 2 m vor dem Piloten sicher am Boden.
Hilfreich ist es auch, dass man einen Heli auf sehr kleinem Raum fliegen kann. Besonders beim Schwebeflug. Durch die geringe Entfernung zum Piloten wird die Lageerkennung natürlich viel einfacher.
Trotz Allem ist es nicht ganz einfach einen Modellheli einigermaßen sicher zu beherrschen. Für den Einstieg würde ich daher zu einem RC-Simulator raten. Eine günstige Lösung ist dabei Heli-X. Diese Software kann man in einer älteren Version völlig kostenlos nutzen. Die aktuelle Version hat ohne Registrierung einige Einschränkungen - bietet aber einen guten Überblick über die Funktionen. Dazu braucht man dann noch eine Fernsteuerung mit USB-Adapter die als Game-Controller am Computer betrieben werden kann. Wenn man mit dieser Kombination auch bei etwas simuliertem Wind einen Heli sicher schweben kann, kann man sich den Koax-Heli für den Einstieg sparen. Stattdessen empfehle ich einen Microheli mit unter 50 Gramm Gewicht. Bei einem solchen Modell sind die Anschaffungskosten relativ gering (für Heli-Verhältnisse). Aktuelle Modelle wären zum Beispiel der Blade Msrx oder der Blade MCPx - beide von Horizon Hobby. Am Besten schafft man sich davon eine Bind-and-Fly-Version an und kauft sich gleich einen brauchbaren Sender (z.B. die DX6i) dazu. Mit diesem Sender hat man bereits alle wichtigen Einstellmöglichkeiten auch für den späteren Umstieg auf ein größeres Modell.
Den kleinen Heli sollte man nun eine Zeit lang fliegen bis man das Gefühl hat das Modell wirklich kontrollieren zu können - insbesondere im Schwebeflug. Anschließend ist man reif für einen größeren Heli. Dieser sollte nun sehr einfach zu kontrollieren sein, weil er im Vergleich zum Microheli deutlich langsamer - ansonsten aber ziemlich identisch - reagiert.
Alternativ kann man natürlich auch gleich mit einem größeren Modell einsteigen. Dann sollte man aber Anschluss an erfahrene Modellflieger suchen die am Anfang die Einstellungen prüfen und das Modell ggf. auch kurz einfliegen können.
"Größerer Heli" bedeutet für die meisten RC-Piloten ein Modell der 450er-Klasse oder größer. Wobei ich zu einem 500er-Modell raten würde. Mit etwa einem Meter Rotorkreis und knapp 2 kg Abfluggewicht fliegt ein solcher 500er auch bei etwas Wind schon sehr stabil. Dabei bleiben die Ersatzteilkosten noch im Rahmen und sind kaum höher als bei einem 450er. Auch die Kosten für die Akkus und Ladetechnik bleiben noch bezahlbar.
Aber ist das heute wirklich noch so? Teilweise. Die technische Entwicklung hat auch vor dem Modellheli nicht Halt gemacht. Im Gegenteil. Mittlerweile haben wir eine ganze Menge an Möglichkeiten mit denen der Einstieg in den Heliflug einfacher geworden ist.
Es gibt zum Beispiel etliche Modellflug-Simulatoren mit denen man auf einem einigermaßen aktuellen PC die grundlegende Steuerung erlernen kann ohne dabei echtes Material zu zerstören. Auch die mittlerweile an jeder Ecke erhältlichen Koax-Helicopter sind sehr einfach zu fliegen, weil sie - im Gegensatz zu "richtigen" Modellhelikoptern - völlig eigenstabil in der Luft liegen. Sie richten sich selbstständig gerade aus sobald der Pilot die Steuerknüppel los lässt. Etwas anspruchsvoller geht es dann mit den einfachen Single-Rotor-Modellen zur Sache. Hier wird seit einiger Zeit auf eine diagonal angebrachte Paddelstange gebaut. Auch solche Helis sind relativ eigenstabil - können aber schon deutlich flotter bewegt werden als die Koaxe.
Wenn man dann den Schritt zum "richtigen" Modellheli macht, gibt es auch hier einige Hilfen. So sind mittlerweile elektronische Systeme verfügbar die das Modell aus jeder Lage selbstständig wieder horizontal drehen und stabilisieren. Man muss nur rechtzeitig den richtigen Schalter an der Fernsteuerung finden.
Aber auch ohne solche Systeme ist keineswegs alles was mit der Steuerung von Modellhelikoptern zu tun hat schwieriger als der Umgang mit Flächenmodellen. Besonders Start und Landung empfinde ich als sehr einfach, weil das Modell dabei fast bewegungslos in der Luft steht und man sich nicht um einen passenden Anflugwinkel oder ein sinnvolles Timing kümmern muss. Einfach kurz schweben, sanft absetzen und der Heli steht 2 m vor dem Piloten sicher am Boden.
Hilfreich ist es auch, dass man einen Heli auf sehr kleinem Raum fliegen kann. Besonders beim Schwebeflug. Durch die geringe Entfernung zum Piloten wird die Lageerkennung natürlich viel einfacher.
Trotz Allem ist es nicht ganz einfach einen Modellheli einigermaßen sicher zu beherrschen. Für den Einstieg würde ich daher zu einem RC-Simulator raten. Eine günstige Lösung ist dabei Heli-X. Diese Software kann man in einer älteren Version völlig kostenlos nutzen. Die aktuelle Version hat ohne Registrierung einige Einschränkungen - bietet aber einen guten Überblick über die Funktionen. Dazu braucht man dann noch eine Fernsteuerung mit USB-Adapter die als Game-Controller am Computer betrieben werden kann. Wenn man mit dieser Kombination auch bei etwas simuliertem Wind einen Heli sicher schweben kann, kann man sich den Koax-Heli für den Einstieg sparen. Stattdessen empfehle ich einen Microheli mit unter 50 Gramm Gewicht. Bei einem solchen Modell sind die Anschaffungskosten relativ gering (für Heli-Verhältnisse). Aktuelle Modelle wären zum Beispiel der Blade Msrx oder der Blade MCPx - beide von Horizon Hobby. Am Besten schafft man sich davon eine Bind-and-Fly-Version an und kauft sich gleich einen brauchbaren Sender (z.B. die DX6i) dazu. Mit diesem Sender hat man bereits alle wichtigen Einstellmöglichkeiten auch für den späteren Umstieg auf ein größeres Modell.
Den kleinen Heli sollte man nun eine Zeit lang fliegen bis man das Gefühl hat das Modell wirklich kontrollieren zu können - insbesondere im Schwebeflug. Anschließend ist man reif für einen größeren Heli. Dieser sollte nun sehr einfach zu kontrollieren sein, weil er im Vergleich zum Microheli deutlich langsamer - ansonsten aber ziemlich identisch - reagiert.
Alternativ kann man natürlich auch gleich mit einem größeren Modell einsteigen. Dann sollte man aber Anschluss an erfahrene Modellflieger suchen die am Anfang die Einstellungen prüfen und das Modell ggf. auch kurz einfliegen können.
"Größerer Heli" bedeutet für die meisten RC-Piloten ein Modell der 450er-Klasse oder größer. Wobei ich zu einem 500er-Modell raten würde. Mit etwa einem Meter Rotorkreis und knapp 2 kg Abfluggewicht fliegt ein solcher 500er auch bei etwas Wind schon sehr stabil. Dabei bleiben die Ersatzteilkosten noch im Rahmen und sind kaum höher als bei einem 450er. Auch die Kosten für die Akkus und Ladetechnik bleiben noch bezahlbar.
Mittwoch, 7. März 2012
Modellflug und ich 2
Mein Neueinstieg in den Modellbau begann damit, dass ich einen "Fachhändler" in Duisburg aufsuchte. Das Wort Fachhändler muss ich in diesem Zusammenhang in Anführungszeichen setzen, weil die Beratung in diesem Laden alles andere als sinnvoll war.
Man empfahl mir dort ein Modell von robbe: Den Bandit. Zugegegen. Das Modell war äußerst preisgünstig. Ein kleiner Elektrosegler mit 1,2 m Spannweite - komplett mit RC-Anlage. Leider ist das Modell für Einsteiger kaum geeignet. Auch wenn ich gewisse Erfahrungen von früher mitbrachte: Der Bandit ist einfach zu schnell unterwegs. Zudem ist die Reichweite des Senders sehr begrenzt. Das passt nicht zusammen... Durch die hohe Geschwindigkeit des Modells braucht man relativ viel Platz und kommt dabei sehr schnell an die Reichweitengrenze - das Modell wird unkontrollierbar.
Trotzdem habe ich einige Flüge mit dem Bandit absolviert. Der einzige Vorteil den das Modell für mich hatte: Es hat mir gezeigt, dass mir der Modellflug immer noch Spaß macht und ich hatte Lust auf mehr.
Erster Heliflug
Über das Internet habe ich festgestellt, dass es mittlerweile elektrisch betriebene Helikopter mit Doppelrotoren gab. Die hatten den Ruf sehr eigenstabil zu fliegen. Da mir ja ohnehin noch die Helifliegerei im Kopf herumschwirrte habe ich mir eine E-Sky Lama V4 gekauft. In der Wohnung hatte ich damit auch sehr schnell einige Erfolgserlebnisse. Das Modell fliegt quasi von alleine. Gas rein - der Heli hebt ab und schwebt stabil im Raum. Toll. Sogar in alle Richtungen steuern und drehen konnte ich das Teil ohne größere Probleme (OK. Das Landegestell hat nicht sooo lange gehalten...). Mit der Übung wurde das Zimmer dann bald zu klein. Also bin ich mit dem Heli nach draußen gegangen. Das hat dann nicht so gut funktioniert. Bereits beim leichtesten Wind ist so ein kleiner Koax-Heli praktisch nicht mehr zu kontrollieren. Der Spaß hält sich da arg in Grenzen.
Wieder zurück zum Flächenflug
Das nächste Modell sollte nun "vernünftig" sein. Meine Wahl fiel auf den Hype Fox. Wieder ein Elektrosegler. Diesmal mit 1,8 m Spannweite. Dazu habe ich mir eine Graupner MX-12 mit 35 MHz gebraucht übers Internet gekauft. Dieses Modell war nun absolut klasse. Komplett aus der Schachtel heraus - nur zusammenschrauben - Akku rein - fliegen. Und wie. Die Fox ist zwar auch relativ schnell unterwegs und ist nur wenig eigenstabil, aber mit der (geringen) Resterfahrung aus meiner Jugendzeit ist es mir dann schnell gelungen das Modell erfolgreich zu fliegen. Sogar längere Thermikflüge gingen damit. Flugzeiten in der Gegend von 30-60 Minuten pro Akkuladung waren meist ohne Probleme zu erreichen.
Mehr Helis
Parallel dazu wollte ich aber unbedingt weiter in Richtung Heli gehen. Dazu habe ich mir einen gebrauchten Belt CP bei eBay ersteigert. Angeblich in gutem Zustand. Leider war von dem guten Zustand wenig zu erkennen. Die Wellen waren krumm. Die Servos liefen nicht richtig und hatten teilweise defekte Getriebe. Die Kunststoffteile sahen auch nicht mehr gut aus. Und die Holz-Rotorblätter splitterten bereits auseinander. Ich habe den Heli nie versucht zum fliegen zu bringen. Die schnell rotierenden Teile an einem Modellhelikopter sind einfach zu gefährlich um mit unzuverlässigem Material zu fliegen.
Stattdessen bin ich auf Hobbyking aufmerksam geworden. Ein Online-Shop in Hong Kong - offenbar gegründet und geleitet von einem Amerikaner - der sich auf Modellbauartikel spezialisiert hat und besonders durch teilweise extrem günstige Preise auffällt. Dort habe ich dann begonnen mir Komponenten für einen 450er Heli (Rotorkreis ca. 70 cm) zu bestellen und einen entsprechenden Heli aufzubauen. Durchaus auch mit Erfolg. Wenn auch die - sehr, sehr kurzen - Flugversuche nicht wirklich erfolgreich waren. Immerhin habe ich dabei viel über die Mechanik und die Einstellarbeiten an einem Heli gelernt.
Mehr Modelle
Nun kamen in kurzer Folge noch einige Flächenmodelle in den Hangar. Meist Holzmodelle die ich aus Bausätzen aufgebaut habe (man braucht ja auch Beschäftigung, wenn das Wetter zum fliegen nicht geeignet ist). Und das erste Micromodell kam dazu: Ein Kyosho Fly Baby. Irre, was mittlerweile technisch möglich ist. Ein voll steuerbares, kleines E-Motormodell im Microformat. Und bei Windstille fliegt das Modell auch noch sehr gut.
Der Heli-Durchbruch
Nachdem ich mit dem Fly Baby so viel Spaß hatte, habe ich irgendwann gelesen, dass es auch im Heli-Bereich solche Micromodelle gibt. Besonders aufgefallen ist mir dabei der Blade MCP x. Ein Micro-Heli mit Flybarless-System - also ohne Paddelstange. Ich habe viel über den Kleinen gelesen und bei einem Besuch in einem örtlichen Modellbaugeschäft standen dann zwei Kartons mit diesem Heli auf der Ladentheke. Ein Mitarbeiter des Ladens hat eines der Modelle dann auch gleich ausprobiert. Ich war beeindruckt. Und einige Minuten später fand sich der kleine Heli inklusive einem passenden Sender in meinem Auto.
Die ersten Flugversuche mit dem Blade waren gar nicht so schlecht. Durch die Flybarless-Elekronik ist das Modell recht unanfällig für Wind und lässt sich bei erstaunlichen Windstärken noch fliegen. Da ich zwischendurch viel mit einem RC-Simulator am PC trainiert hatte, konnte ich den MCP x nach wenigen Flügen einigermaßen kontrolliert steuern. Das Besondere an dem Microheli: Durch das sehr geringe Gewicht gibt es bei Abstürzen nur selten einen ernsthaften Schaden. Das lernt man sehr schnell - und fliegt fortan ohne wackelige Knie und mit deutlich reduziertem Adrenalinspiegel. Das wiederum ist dem schnellen Lernerfolg sehr förderlich.
Innerhalb weniger Wochen hatte der Kleine dann einige Flugstunden auf dem Buckel und ich konnte ihn mittlerweile ohne Probleme schweben und im flotten Rundflug bewegen. Sogar etwas Kunstflug ging. Turns sowieso. Aber auch Loopings (oder so etwas ähnliches) habe ich mit dem Teil schon geschafft.
Kurzum: Dieses Modell war eine mehr als lohnende Investition. Der MCP x hat mich endgültig und vollständig mit dem Helivirus infiziert und mit dem Modell habe ich die fliegerischen Grundlagen gelernt.
Auf Grund der geringen Größe ist der Microheli extrem agil. Man muss viel schneller reagieren als bei größeren Helis. Auch das empfinde ich als Vorteil. Wenn man den Blade MCP x beherrscht, dann sollte man auch in der Lage sein größere Helis zu steuern.
Der nächste Schritt war dann wieder der 450er Heli. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag.
Man empfahl mir dort ein Modell von robbe: Den Bandit. Zugegegen. Das Modell war äußerst preisgünstig. Ein kleiner Elektrosegler mit 1,2 m Spannweite - komplett mit RC-Anlage. Leider ist das Modell für Einsteiger kaum geeignet. Auch wenn ich gewisse Erfahrungen von früher mitbrachte: Der Bandit ist einfach zu schnell unterwegs. Zudem ist die Reichweite des Senders sehr begrenzt. Das passt nicht zusammen... Durch die hohe Geschwindigkeit des Modells braucht man relativ viel Platz und kommt dabei sehr schnell an die Reichweitengrenze - das Modell wird unkontrollierbar.
Trotzdem habe ich einige Flüge mit dem Bandit absolviert. Der einzige Vorteil den das Modell für mich hatte: Es hat mir gezeigt, dass mir der Modellflug immer noch Spaß macht und ich hatte Lust auf mehr.
Erster Heliflug
Über das Internet habe ich festgestellt, dass es mittlerweile elektrisch betriebene Helikopter mit Doppelrotoren gab. Die hatten den Ruf sehr eigenstabil zu fliegen. Da mir ja ohnehin noch die Helifliegerei im Kopf herumschwirrte habe ich mir eine E-Sky Lama V4 gekauft. In der Wohnung hatte ich damit auch sehr schnell einige Erfolgserlebnisse. Das Modell fliegt quasi von alleine. Gas rein - der Heli hebt ab und schwebt stabil im Raum. Toll. Sogar in alle Richtungen steuern und drehen konnte ich das Teil ohne größere Probleme (OK. Das Landegestell hat nicht sooo lange gehalten...). Mit der Übung wurde das Zimmer dann bald zu klein. Also bin ich mit dem Heli nach draußen gegangen. Das hat dann nicht so gut funktioniert. Bereits beim leichtesten Wind ist so ein kleiner Koax-Heli praktisch nicht mehr zu kontrollieren. Der Spaß hält sich da arg in Grenzen.
Wieder zurück zum Flächenflug
Das nächste Modell sollte nun "vernünftig" sein. Meine Wahl fiel auf den Hype Fox. Wieder ein Elektrosegler. Diesmal mit 1,8 m Spannweite. Dazu habe ich mir eine Graupner MX-12 mit 35 MHz gebraucht übers Internet gekauft. Dieses Modell war nun absolut klasse. Komplett aus der Schachtel heraus - nur zusammenschrauben - Akku rein - fliegen. Und wie. Die Fox ist zwar auch relativ schnell unterwegs und ist nur wenig eigenstabil, aber mit der (geringen) Resterfahrung aus meiner Jugendzeit ist es mir dann schnell gelungen das Modell erfolgreich zu fliegen. Sogar längere Thermikflüge gingen damit. Flugzeiten in der Gegend von 30-60 Minuten pro Akkuladung waren meist ohne Probleme zu erreichen.
Mehr Helis
Parallel dazu wollte ich aber unbedingt weiter in Richtung Heli gehen. Dazu habe ich mir einen gebrauchten Belt CP bei eBay ersteigert. Angeblich in gutem Zustand. Leider war von dem guten Zustand wenig zu erkennen. Die Wellen waren krumm. Die Servos liefen nicht richtig und hatten teilweise defekte Getriebe. Die Kunststoffteile sahen auch nicht mehr gut aus. Und die Holz-Rotorblätter splitterten bereits auseinander. Ich habe den Heli nie versucht zum fliegen zu bringen. Die schnell rotierenden Teile an einem Modellhelikopter sind einfach zu gefährlich um mit unzuverlässigem Material zu fliegen.
Stattdessen bin ich auf Hobbyking aufmerksam geworden. Ein Online-Shop in Hong Kong - offenbar gegründet und geleitet von einem Amerikaner - der sich auf Modellbauartikel spezialisiert hat und besonders durch teilweise extrem günstige Preise auffällt. Dort habe ich dann begonnen mir Komponenten für einen 450er Heli (Rotorkreis ca. 70 cm) zu bestellen und einen entsprechenden Heli aufzubauen. Durchaus auch mit Erfolg. Wenn auch die - sehr, sehr kurzen - Flugversuche nicht wirklich erfolgreich waren. Immerhin habe ich dabei viel über die Mechanik und die Einstellarbeiten an einem Heli gelernt.
Mehr Modelle
Nun kamen in kurzer Folge noch einige Flächenmodelle in den Hangar. Meist Holzmodelle die ich aus Bausätzen aufgebaut habe (man braucht ja auch Beschäftigung, wenn das Wetter zum fliegen nicht geeignet ist). Und das erste Micromodell kam dazu: Ein Kyosho Fly Baby. Irre, was mittlerweile technisch möglich ist. Ein voll steuerbares, kleines E-Motormodell im Microformat. Und bei Windstille fliegt das Modell auch noch sehr gut.
Der Heli-Durchbruch
Nachdem ich mit dem Fly Baby so viel Spaß hatte, habe ich irgendwann gelesen, dass es auch im Heli-Bereich solche Micromodelle gibt. Besonders aufgefallen ist mir dabei der Blade MCP x. Ein Micro-Heli mit Flybarless-System - also ohne Paddelstange. Ich habe viel über den Kleinen gelesen und bei einem Besuch in einem örtlichen Modellbaugeschäft standen dann zwei Kartons mit diesem Heli auf der Ladentheke. Ein Mitarbeiter des Ladens hat eines der Modelle dann auch gleich ausprobiert. Ich war beeindruckt. Und einige Minuten später fand sich der kleine Heli inklusive einem passenden Sender in meinem Auto.
Die ersten Flugversuche mit dem Blade waren gar nicht so schlecht. Durch die Flybarless-Elekronik ist das Modell recht unanfällig für Wind und lässt sich bei erstaunlichen Windstärken noch fliegen. Da ich zwischendurch viel mit einem RC-Simulator am PC trainiert hatte, konnte ich den MCP x nach wenigen Flügen einigermaßen kontrolliert steuern. Das Besondere an dem Microheli: Durch das sehr geringe Gewicht gibt es bei Abstürzen nur selten einen ernsthaften Schaden. Das lernt man sehr schnell - und fliegt fortan ohne wackelige Knie und mit deutlich reduziertem Adrenalinspiegel. Das wiederum ist dem schnellen Lernerfolg sehr förderlich.
Innerhalb weniger Wochen hatte der Kleine dann einige Flugstunden auf dem Buckel und ich konnte ihn mittlerweile ohne Probleme schweben und im flotten Rundflug bewegen. Sogar etwas Kunstflug ging. Turns sowieso. Aber auch Loopings (oder so etwas ähnliches) habe ich mit dem Teil schon geschafft.
Kurzum: Dieses Modell war eine mehr als lohnende Investition. Der MCP x hat mich endgültig und vollständig mit dem Helivirus infiziert und mit dem Modell habe ich die fliegerischen Grundlagen gelernt.
Auf Grund der geringen Größe ist der Microheli extrem agil. Man muss viel schneller reagieren als bei größeren Helis. Auch das empfinde ich als Vorteil. Wenn man den Blade MCP x beherrscht, dann sollte man auch in der Lage sein größere Helis zu steuern.
Der nächste Schritt war dann wieder der 450er Heli. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag.
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